Europäisches Überleben

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Europäisches Überleben - Deutsch

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Wer ist der Nächste?

EuropaPosted by Cleodiensis 2013-03-22 14:21:27
Seit drei Jahren nun hat es in Europa keinen Aufschwung mehr gegeben, der vierjährige Wirtschaftszyklus ist längst unterbrochen worden und die Welt lebt und zittert unter dem Diktat der Börsenquotierung durch Privatfirmen, die weder Staat noch Menschen dient, sondern nur den Interessen ihrer Aktionäre. Deren Urteile beruhen auf die marktökonomische Gesetze. Nach und nach werden Staaten heruntergestuft, ich glaube gar, diese Moodies und Standard and Poors würden sich selber ohne jede Gefühlsregung herunterstufen und auf diese Weise "abwickeln", um ein böses Wort aus der deutschen Zeitgeschichte zu verwenden.
Südeuropa war schon von jeher eine Schwachstelle: Kaum einer erinnert sich noch an die Zeiten, wo ein Land wie Italien seinen Wirtschaftserfolg mittels Geldentwertung zu sicher vermochte, Frankreich hatte so seinen Wirtschaftskameralismus (das ist noch die Zeit, als man nicht mehr als 15000 Francs ins Ausland schaffen durfte). Die Wirtschaftsunion verlangte eine Währungsunion, und nun wird diese als Kernpriorität gepriesen, weil die Wiedereinführung von Landeswährungen unweigerlich zu einer Spekulation gegen diese führen würde.
Griechenland kam spät zur EU, hat die Hilfefonds ge- und missbraucht, teilweise mit krimineller Energie. Wie sich später herausstellte, war ihr Staats- und Wirtschaftshaushalt auf Aufnahme in die Euro-Zone hin frisiert und verfälscht: Es hätte gar nicht hingedurft! Währungsunion bringt natürlich Verflechtung mit sich. Der Privatsektor hat massiv das getan, was man den Staaten bei der Preisgabe ihrer obrigkeitslichen Befugnisse fortan verboten hat: Verlust durch Gewinne ausbalanciert.
Nun haben wir die Folgen: Erst Griechenland, dann fast zeitgleich Spanien und Italien, Irland steht auf ein anderes Blatt. Zwei Weltmächte schauen zu und warten auf ihre Möglichkeiten: China und Russland.
Jeder vierte Investor in Spanien ist ein Chinese. Und im Pirrhäus-Hafen herrschen sie wie sie auch in Afrika herrschen. Zypern bildet dagegen einen russischen Vorposten. Der ist zwar friedlicher als Tartous in Syrien, aber dahinter stehen Kräftevereingungen, die so nur von der alten Sowietunion stammen konnten: Eine Allianz zwischen Staat, Wirtschaft und Militär.
Das Ende werde ich wohl kaum noch erleben, ich ahne aber: Südeuropa geteilt zwischen Russland und einem islamischen Konglomerat von ehemals christlich geprägten Staaten, deren Bevölkerung nassiv zur Kapitulation und Völkerersetzung abgerichtet hat, und Griechenland möglicherweise als chinesische Provinz, mit Han-Chinesen bevölkert und kulturell umgestaltet.
Die dritte Macht bilden dann Qatar und die Vereinigten Arabischen Emiraten: Der Aachener Dom ist längst zu einer Moschee geworden, die ach wie gepriesene kulturelle Vielfalt zeigt ihr wahres Gesicht: die Rückkehr zur islamischen Archaik!

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